Ins Nordlicht blicken

Von Cornelia Franz
Bühnenfassung von Annalena Küspert und Manuel Braun
Premiere: 3. Februar 2018

Empfehlung für Schulvorstellungen: Ab Klassenstufe 9

Im Jahr 2011 geht der 17jährige Pakkutaq Wildhausen als blinder Passagier an Bord des
Kreuzfahrtschiffs MS Alaska. Hinter sich lässt er das „langweiligste Leben im langweiligsten Dorf der Welt“. Gemeint ist damit Nuuk, die Hauptstadt Grönlands, in der er die letzten acht Jahre seines Lebens verbracht hat. Dort begleiten ihn das Erwachsenwerden, ein alkoholkranker Vater, Zukunftsängste und verwirrte Gefühle. Grönland bietet ihm keine Zukunft. Pakkutaq ergreift die Chance und lässt sein altes Leben und Grönland hinter sich. Aber auf der Überfahrt kommt es zu einem dramatischen Ereignis.  
Neun Jahre später, im Jahr 2020, ist Grönland wieder das Ziel der MS Alaska: eine immer grüner werdende Insel, das ewige Eis dramatisch geschmolzen. An Bord ist wieder Pakkutaq Wildhausen, allerdings mit neuer Identität. Er ist auf einer Reise in die Vergangenheit und muss sich dabei seinem dunklen Geheimnis stellen. Und er trifft das Mädchen Shary, die noch einmal das Grönland ihrer Eltern sehen möchte, bevor das Eis endgültig schmilzt.

Der Erfolgsroman von Cornelia Franz erzählt eine aktuelle Geschichte über Verantwortung und Schuld, über die Suche nach der Identität und das Wachsen einer eigenständigen Persönlichkeit.
In der Theaterfassung (Uraufführung war im September 2015 am Badischen Staatstheater Karlsruhe) prallen die Vergangenheit und die Zukunft eines Menschen in direktem Szenenwechsel aufeinander.

Regie führt die überzwerg-Mitarbeiterin Stephanie Rolser, die in der letzten Spielzeit erfolgreich DIE WERKSTATT DER SCHMETTERLINGE inszenierte. Bühnenbild und Kostüme kommen von der Illustratorin Dorota Wünsch.
 

Regie: Stephanie Rolser
Ausstattung: Dorota Wünsch
Spiel: Gerrit Bernstein, Nicolas Bertholet, Eva Coenen