Geschichte und Programm

theater überzwerg

Hausgegründet 1978
Kooperationsvertrag mit dem Saarländischen Staatstheater
Der Verein wird bezuschusst durch die saarländische Landesregierung
Besucher (Spielzeit 2016/2017): 18.900
Leitung: Bob Ziegenbalg (Künstlerische Leitung),
Detlef Kraemer (Geschäftsführung),
Christoph Dewes (Dramaturgie/Öffentlichkeitsarbeit)

Programm

freshBei der Stückauswahl berücksichtigt das Theater, dass Kindheit und Jugend sich ständig verändert. Den Spielplan bestimmen somit aktuelle Stücke, die gezielt für bestimmte Altersklassen konzipiert werden. Das theater überzwerg will spannende, bewegende und humorvolle Geschichten erzählen, die mit dem Leben, den Träumen und den Sorgen seines Publikums zu tun haben.
Gutes Kinder- und Jugendtheater ist gutes Theater für ALLE. Das theater überzwerg versteht sich somit als Familientheater, das Unterhaltung im besten Sinne anbietet. 
Kontinuierlich fördert das überzwerg Autorinnen und Autoren, die für Kinder und Jugendliche schreiben. Unter den etwa 150 Produktionen, die seit der Gründung auf die Bühne gebracht wurden, sind alleine über 40 Uraufführungen (Stand: September 2017). Neben der Autorenförderung sucht und findet das Theater auch neue Stoffe durch die Verbindung mit anderen Theaterformen, wie z.B. durch die Entwicklung von Tanztheaterstücken für SchauspielerInnen.
Einen Schwerpunkt der letzten Jahre bilden mobile Produktionen fürs Klassenzimmer sowie Stücke, die sich mit dem Verhältnis der Generationen beschäftigen.

Geschichte

Im Oktober 1978 konzipierten Ingrid Braun, Ingrid Hessedenz, Alice Hoffman, Jochen Senf und Peter Tiefenbrunner ein "Freies Kinder- und Jugendtheater Saarbrücken". Am 20. April 1979 feierte das Theater die erste Premiere mit "Was heißt hier Liebe?" vom Theater Rote Grütze.

Zunächst finanziert als AB-Maßnahme der Landeshauptstadt Saarbrücken, wurde das Theater zur Spielzeit 1981/82 durch einen Kooperationsvertrag mit dem Saarländischen Staatstheater organisatorisch selbständig. Das Theater benannte sich zu dieser Zeit um in "Theater IWWERZWERCH". Nach dem Einspruch eines gleichnamigen Karnevalsvereins aus dem saarländischen Überherrn flüchtete das Theater ins Hochdeutsche und nennt sich fortan "Theater ÜBERZWERG".

Seit 1989 verfügt das Theater über eine feste Spielstätte in Saarbrücken - St. Arnual.

Nach Jahren des Kollektivs entschied sich das Theater zur Spielzeit 1990/1991 für eine Leitungsebene mit Bob Ziegenbalg (Künstlerische Leitung), Detlef Kraemer (Geschäftsführung) und Dagmar Scherer (Dramaturgie/ Öffentlichkeitsarbeit).

Träger des Theaters ist heute ein Förderverein, den die saarländische Landesregierung bezuschusst.

2008 feierte das Theater seinen 30. Geburtstag! Als Jubiläumsproduktion gönnten sich die Überzwerge den sehr erfolgreichen Liederabend "Mütter" von Franz Wittenbrink.

Mit dem Spatenstich am 2. April 2009 startete eine umfassende Renovierung des Theaters. Anfang November 2009 wurde es wiedereröffnet - mit einem größeren Foyer, einer Klimaanlage im Theaterraum, einem attraktiven Theaterhof, neuen Büroräumen und einer Probebühne, die auch als zweite Spielstätte fungiert.
Für die Kosten des Umbaus von ca. 1.000.000 Euro wurden Mittel des Konjunkturpakets des Landes eingesetzt. Ebenso beteiligte sich die Landeshauptstadt Saarbrücken an den Kosten.

Jugendclubs & Kinderclub

Bereits 1989 wurde der erste überzwerg-Jugendclub ins Leben gerufen. Damit war das theater überzwerg eines der ersten deutschen Theater, an denen ein Theaterspielclub für Jugendliche installiert wurde. Mittlerweile sind diesem ersten Club zwei weitere gefolgt, so dass drei Clubs die Altersspanne zwischen 10 und 18 Jahren abdecken.
Durch eine Kooperation mit dem Saarbrücker Theater im Viertel (TiV) wurde seit dem Herbst 2007 auch ein Spielclub für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren angeboten. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist das überzwerg alleiniger Ausrichter und Organisator dieses Kinderclubs.

HerzKontakt zum Publikum & Theaterpädagogik

Die Entstehung jeder neuen überzwerg-Inszenierung von einer Patenklasse oder einem Patenkindergarten begleitet. Zum weiteren umfassenden theaterpädagogischen Angebot des Theaters gehören Publikumsgespräche, Vor- und Nachbereitungen zu allen Produktionen, Sichtungsveranstaltungen für LehrerInnen und PädagogInnen, Workshops...
Zu Beginn des Jahres 2016 erhielt das Theaterpädagogische Zentrum Saar (TPZ) eine neue Struktur: Es besteht aus den drei Kooperationspartnern:
·         Beratungsstelle Schultheater am Ludwigsgymnasium Saarbrücken
·         Beratungsstelle Theater, Oper, Tanz und Konzert am Saarländischen Staatstheater
·         Kompetenzzentrum Theaterpädagogik am überzwerg - Theater am Kästnerplatz

Das TPZ unterstützt mit einem breit gefächerten Angebot das Theaterspielen an saarländischen Schulen aller Schulformen und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Theaterszene.
Das TPZ richtet sich an Lehrkräfte, die mit ihren Schülerinnen und Schülern selbst Theater spielen und/oder einen Theaterbesuch planen. Es organisiert die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Fach Darstellendes Spiel und im Fach Musisch-kulturelle Erziehung sowie die Weiterbildung von Leiterinnen und Leitern der schulischen Theatergruppen.

Festival "SpielStark"

Seit 2002 veranstaltet das überzwerg zusammen mit der Stadt Ottweiler das Kinder- und Jugendtheaterfestival "Spielstark", das jeweils im September/Oktober stattfindet. Neben den Auftritten professioneller Kinder- und Jugendtheater bilden Theaterworkshops einen inhaltlichen Schwerpunkt des Festivals.
Seit dem Jahr 2017 ist die Kreisstadt Saarlouis Mitveranstalter und Spielort des Festivals.

Einladungen & Auszeichnungen (Auswahl)

1992 Auf Einladung des Goethe-Instituts Tournee durch Polen mit der Produktion "Robinson & Crusoe" von Nino d'Introna / Giacomo Ravicchio (Regie: Bob Ziegenbalg)

2000 Auf Einladung des Goethe-Instituts Tournee durch Frankreich mit der zweisprachigen Produktion "Es waren zwei Königskinder /Il était une fois deux enfants de rois" von Wilfrid Grote (Regie: Ingrid Hessedenz, Musik: Peer Raben,)

2001 Publikumspreis für die Produktion "Vier aus Papier" von Erhard Schmied (Regie: Bob Ziegenbalg, Musik: Oliver Hottong) bei der 6. Marburger Kinder- und Jugendtheaterwoche

2002 Nominierung der überzwerg-Auftragsproduktion "Vier aus Papier" von Erhard Schmied für den Deutschen Kindertheaterpreis 2002

2004 "lauschrausch" von Edith Ehrhardt bei KORCZAK 2004, dem 8. Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival in Warschau; anschl. weitere Gastspiele in Polen

2007 "Für Dich!" von Sebastian Eilers bei KORCZAK 2007, dem 11. Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival in Warschau

2010 Einladung der Autorin Petra Wüllenweber und des theaters überzwerg mit der Uraufführung "Am Horizont" (Regie: Thomas Hölzl) zu den "KinderStücken 2010" der 35. Mülheimer Theatertage; 3. Preis

2010 Gastspiele von „Am Horizont“ in Südtirol -  auf Einladung des Südtiroler Kulturinstitutes

2012 Einladung der Autorin Petra Wüllenweber und des theaters überzwerg mit der Uraufführung "Zur Zeit nicht erreichbar" (Regie: Petra Wüllenweber) zu den "KinderStücken 2012" der 37. Mülheimer Theatertage

2013 Gastspiele von „35 Kilo Hoffnung“ in Südtirol -  auf Einladung des Südtiroler Kulturinstitutes
"Das Buch von allen Dingen" (Regie: Martin Brachvogel) beim Festival "Szene Bunte Wähne" / 23. Internationales Theaterfestival für ein junges Publikum in Niederösterreich
"Leonce und Lena" (Regie: Bob Ziegenbalg) beim 26. Internationalen Theaterfest der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in St. Vith

2014 "Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert" bei spleen*graz, dem 5. Internationalen Theaterfestival für junges Publikum in Graz (Österreich)
"Fluchtwege" bei LUAGA & LOSNA, dem 26. Internationalen Theaterfestival für ein junges Publikum in Nenzing (österreich)

2017 Gastspiele von "Rico, Oskar und die Tieferschatten" in Südtirol - auf Einladung des Südtiroler Kulturinstitutes